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Welche Ursachen hat Parodontitis?

Parodontitis oder im Volksmund „Parodontose“ ist eine Infektion des Zahnhalteapparates. Bakterien dringen zwischen Zahn und Zahnfleisch in die Tiefe. Dadurch gibt es eine Entzündung und der Knochen rund um den Zahn wird abgebaut.

Wie zeigt sich Parodontitis?

Leider merkt der Patient am Anfang höchstens Zahnfleischbluten, erst im Endstadium gibt es schmerzhafte Zahnfleischschwellungen und die Zähne werden locker.

Kann man Parodontitis rechtzeitig erkennen?

Der Zahnarzt kann mit einer speziellen Sonde feststellen, ob bereits Bakterien unter das Zahnfleisch vorgedrungen sind. Mit dem  PSI (Parodontaler-Screening-Index) kann dann dem Patienten mitgeteilt werden, ob eine oberflächliche Zahnfleischentzündung (Grad 1-2), eine mittelschwere (Grad 3) oder eine schwere Parodontitis mit fortgeschrittenem Knochenabbau (Grad 4) vorliegt.

Bedeutet Parodontitis immer Zahnverlust?

Nein, bei rechtzeitiger Diagnose kann Parodontitis heute sicher behandelt werden und die eigenen Zähne langfristig erhalten werden.

Wie wird Parodontitis heute behandelt?

Nach einem Mundhygiene-Training und professioneller Zahnreinigung müssen die Bakterienbeläge gründlich unter dem Zahnfleisch entfernt werden. Bei fortgeschrittenem Knochenabbau ist es notwendig, das Zahnfleisch vorsichtig vom Zahn loszulösen, damit die Zahnwurzeln unter Sicht gereinigt werden können. Dann kann in der gleichen Sitzung mit speziellen Techniken der Knochen um die Zähne wieder aufgebaut werden.

Welche Möglichkeiten für Knochenaufbau um Zähne gibt es?

Zur Zeit gibt es zwei Techniken, die in den wissenschaftlichen Studien den Zahnerhalt langfristig verbessern: Erstens kann mit einem Gel, das Botenstoffe enthält, das Knochenwachstum angeregt werden. Zweitens kann mit Knochenersatzmaterial teilweise fehlender Knochen ersetzt werden.

Warum eine aufwendige Zahnfleischbehandlung und nicht gleich Implantate?

Implantate sind nicht „haltbarer“ als die eigenen Zähne. Besonders Patienten, die aufgrund einer Zahnfleischentzündung die natürlichen Zähne verloren haben, haben ein großes Risiko, durch diese Entzündung auch Implantate zu verlieren. Bei einer Entzündung ist der natürliche Zahn viel besser behandelbar, da die Wurzeloberfläche glatt ist und die Bakterienbeläge gut entfernt werden können. Das Implantat hat aber die Form einer Schraube. Wenn die Bakterien in das Gewinde unter dem Knochen vorgedrungen sind, ist eine vollständige Reinigung nicht möglich. Der Knochenabbau um das Implantat schreitet dann weiter fort. Deshalb ist es wichtig, durch eine systematische Zahnfleischbehandlung zuerst die eigenen Zähne gesund zu erhalten.